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Deutscher Medailleurpreis „Johann
Veit Döll“ 2008
wurde am 28. Januar 2008 in Suhl juriert
Am 28. Januar wurde der Deutsche Medailleurpreis „Johann
Veit Döll“ zum zweiten Mal in Suhl vergeben. Die Deutsche
Gesellschaft für Medaillenkunst und die Stadt Suhl loben gemeinsam
diesen Nationalen Kunstpreis alle zwei Jahre aus.
Der Jury gehörten an:
Herr Ulf Dräger Vorsitzender der Deutschen
Gesellschaft für Medaillenkunst
Herr Dr. Rainer Grund Deutscher Repräsentant
bei der FIDEM
Herr Dr. Reiner Cunz Numismatische Kommission der
Länder
Herr Peter Götz Güttler Künstler
und Preisträger des Medailleurpreises 2006
Herr Walter Illig Deutsche Graveurinnung, Sponsor
Herr Helmut Jente Münzprägstatt München,
Vertreter der Hersteller
Herr Dr. Andreas Kaiser Münzhandlung Künker,
Vertreter der Münzhändler
Herr Michael Kraus Marketing-Leiter Rhön-Rennsteig-Sparkasse,
Hauptsponsor
Herr Richard Peterhänsel Vertreter der Sammlerschaft
Herr Matthias Rolfs Leiter Kulturamt Suhl
Als Sekretär fungierte Herr Dieter Bruhn vom Verein Suhler
Münzfreunde e.V..
Die Auswahl musste aus über 50 eingereichten deutschen Medaillen
(die in den letzten zwei Jahren entstanden sind) von mehr als 30
Künstlern getroffen werden. Folgende Auszeichnungen wurden
vergeben:
Preisträger des Deutschen Medailleurpreises „Johann
Veit Döll“ 2008:
Prof. Hubertus von Pilgrim, Pullach: „Löwe
und Maus“
(Die Medaille bezieht sich auf eine Fabel von La Fontaine. Auf dem
Rand – für eine Gussmedaille ungewöhnlich –
ist der Originaltext der Quintessenz eingeschrieben. Auf Deutsch:
„Geduld und Dauer schaffen oft, viel mehr als Kraft und Wut
erhofft“. Der Bronzegießer ist der Kunstgießer
Kollinger, Unterelchingen).
Biographisches zu Hubertus von Pilgrim
geb.1931 in Berlin, tätig in Pullach
Hubertus von Pilgrim studierte nach einer Böttcherlehre zunächst
Kunst- und Literaturgeschichte sowie Philosophie an der Universität
Heidelberg. Gleichzeitig erhielt er künstlerischen Unterricht
durch Erich Heckel. Anschließend studierte er Bildhauerei
als Meisterschüler bei Bernhard Heiliger an der Hochschule
der Künste in Berlin und Grafik bei Stanley W. Hayter in Paris.
1963–1977 hatte von Pilgrim an der neubegründeten Hochschule
für Bildende Künste in Braunschweig eine Professur inne,
anschließend erhielt er eine Berufung an die Münchner
Akademie der Bildenden Künste. Seit seiner Emeritierung 1995
ist er freischaffend tätig. 1988 war von Pilgrim Mitbegründer
des Künstlerkreises der Medailleure München. Im Jahr 1995
wurde der Künstler in den Orden »Pour le mérite«
für Wissenschaften und Künste berufen und im Jahr 1997
mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern sowie 2005 mit
dem Bayrischen Verdienstkreuz ausgezeichnet.
Der Förderpreis wird vergeben an:
Georg Mann, „100 Jahre Museum Suhl“
und
Anna Scheibner, „100 Jahre Museum Suhl“.
Biographisches zu Georg Mann
geb. 1976 im Vogtland, tätig in Halle
(Saale)
Georg Mann absolvierte 1996-1999 eine Ausbildung zum Steinmetz in
der Fachrichtung Steinbildhauerei. Im Jahr 2000 arbeitete er im
Rahmen eines »Leonardo«-Praktikums in Spanien und erhielt
2001 ein Auslandsstipendium der Carl-Duisberg-Gesellschaft für
ein Bildhauereipraktikum bei Palmiro Haro in Zarautz (Baskenland).
Seit 2002 studiert Mann bei Bernd Göbel Bildhauerei an der
Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design in Halle.
Mit der Medaillenkunst kam er durch die Teilnahme an Studentenwettbewerben
in
Berührung.
Biographisches zu Anna Scheibner
Anna Scheibner studiert seit September 2003 in Halle Bildhauerei.
Nach dem 2001 abgelegten Abitur absolvierte sie Praktika in einer
Tischlerei und der Steinbildhauerei. Im Jahr 2004 wurde sie mit
dem ersten Preis im Wettbewerb für eine «Spielplastik»,
eine Pferdeskulptur, die im Amtsgarten der Giebichenstein in Halle
aufgestellt wurde, ausgezeichnet. Im Jahr 2005 er hielt sie den
2. Pr eis im Wettbewerb für die Neujahrsmedaille des Halleschen
Kunstvereins. Im Jahr 2007 gewann sie den Wettbewerb für die
Gestaltung des «Deutschen Archivpreises« und für
die Jahresmedaille des Halleschen Kunstvereins.
die
detaillierte Pressemeldung als PDF-Datei hier
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Prof. Hubertus von Pilgrim, Pullach: „Löwe
und Maus“
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Der Bronzegießer ist der Kunstgießer Kollinger,
Unterelchingen
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Die TOP TEN des Deutschen Medailleurpreises J.V. Döll ®
2008
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Friedrich Brenner, „Tänzerin“
geb.1939 in Augsburg, tätig in Diedorf
Friedrich Brenner studierte 1960–1965 an der Akademie
der Bildenden Künste in München Bildhauerei bei
Josef Henselmann und besuchte 1964–1966 Kurse in Münz-
und Medaillengestaltung bei Karl Roth. Nach dem Tod des Lehrers
übernahm er den Lehrauftrag für Prägemünzschnitt
an der Münchener Kunstakademie von 1968–1971. Von
1970–1980 arbeitete Brenner in einem Augsburger Architekturbüro.
Seit 1980 ist er freischaffend als Bildhauer tätig. Die
intensive Auseinandersetzung mit der Medaille begann mit der
Mitgliedschaft im Künstlerkreis der Münchner Medailleure
1988.
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| Ralf
Exner sowie Hr. Glaser und Sohn, I. Dresdner Medaillenmünze
R. Exner geb. 1944 in Dresden, tätig ebenda als Inhaber
der 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn. Exner
absolvierte von 1958 - 1961 eine Lehre als Stahlreliefgraveur
in der Dresdner Maschinenfabrik R. Krautwald, studierte anschließend
von 1961 - 1964 an der Fachschule für angewandte Kunst
in Heiligendamm, die er als Designer in der Fachrichtung Schmuck,
Metall und Email abschloss. 1964 absolvierte er die Facharbeiterausbildung
zum Goldschmied, 1965 bestand er die Meisterprüfung als
Graveur. 1972 übernahm Exner die Leitung der damaligen
VEB Dresdner Medaillenmünze, die im Jahr 1990 reprivatisiert
wurde und seitdem den alten Namen "1. Dresdner Medaillenmünze"
wieder trägt.
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Jürgen
Friede
o.T., organisch, technoide, freie Form
geb. 1954 in Uelzen, tätig in Wedemark und Hannover
Nach einer Tätigkeit als Bühnenbildassistent an
den städtischen Bühnen in Lübeck und Essen
studierte Jürgen Friede von 1976–1982 Plastik an
der Fachhochschule Hannover. Anschließend konnte er
dort bis 1986 einen
Lehrauftrag wahrnehmen. 1987 erhielt er ein Nachwuchsstipendium
des Landes Niedersachsen. Minimalistische und strenge Formen
verbindet er mit einer Sachlichkeit, die seinen Gestaltungswillen
charakterisieren.
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Prof.
Bernd Göbel, „Die Kunst“, Repräsentationsmedaille
der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein
geb.1942 in Freiberg (Sachsen), tätig in Halle (Saale)
Nach einer Lehre als Holzbildhauer von 1961–1963 studierte
Bernd Göbel Bildhauerei an der Hochschule für Industrielle
Formgestaltung, Burg Giebichenstein Halle bei Gerhard Lichtenfeld.
1969–1973 war er dort Assistent, wurde 1973 Lehrbeauftragter
und 1978 Dozent und Leiter der Bildhauerklasse. 1982 erhielt
er die Professur für Plastik. Göbel wurde 1973 mit
dem Will-Lammert-Preis, 1975 mit dem Gustav-Weidanz-Preis,
1984 mit dem Kunstpreis der DDR und 2000 mit dem J. Sanford
Saltus Award der American Numismatic Society (ANS) ausgezeichnet.
Im Jahr 2002 wurde ihm als erstem deutschen Künstler
in Paris der Grand Prix der Fédération Internationale
de la Médaille (FIDEM) verliehen.
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Victor
Huster, "Römermedaille“
geb. 1955 in Baden-Baden
Victor Huster begann bereits im Alter von 17 Jahren erste
Medaillen zu prägen. 1971–1973 absolvierte er eine
Ausbildung an der Goldschmiedeschule in Pforzheim. 1975 schloss
sich ein Volontariat in einer Prägefabrik an. 1976 ließ
sich Huster als selbständiger Medailleur mit eigenem
Atelier in Baden-Baden nieder, 1977 folgte die Eröffnung
der eigenen Prägeanstalt »Medaillen-Cabinet«.
1982–1985 arbeitete Huster zeitweilig in Jerusalem und
Petah-Tiqvah (Israel). Hier konnte er neben diversen Staatsmedaillen
auch Gedenkmünzen und die Umlaufmünze zu 1 Schekel
gestalten. Seit 1982 errang der Künstler 23 Preise bei
Wettbewerben für Gedenkmünzen. Im Jahr 2001 erreichte
sein OEvre über 500 Objekte.
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| Agatha
Killl, „Max Ernst“
geb. 1948 in Bonn, tätig in Ilbesheim (Pfalz)
Agatha Kill studierte 1970 Bildhauerei sowie Edelmetall- und
Schmuckgestaltung an den Kölner Werkschulen bei Hans-Karl
Burgeff und M. von Jarmy. Seit 1977 ist sie freischaffend
in den Bereichen Grafik, Schmuckdesign und als Gestalterin
von Künstlerbüchern tätig. Von 1980 bis 1985
hielt sie sich mehrfach als archäologische Zeichnerin
in der Türkei und in Nordafrika auf. Bereits im Jahr
1976 erhielt sie den 1. Preis im Wettbewerb für die Kurt-Neven-DuMont-Medaille
der Westdeutschen Akademie für Kommunikation Köln.
Zuletzt gewann Agatha Kill den Wettbewerb für die 100-Euro-Gedenkmünze
Quedlinburg im Jahr 2003.
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| Wolf
Eike Kuntsche, „Eine alte Geschichte“
geb. 1941 in Berlin, tätig in Radebeul
Wolf-Eike Kuntsche absolvierte ab 1955 eine Ausbildung zum
Steinbildhauer und arbeitete im erlernten Beruf bis 1961.
Anschließend studierte er bis 1966 an der Hochschule
für Bildende Künste in Dresden bei Walter Arnold,
Hans Steger und Gerd Jaeger. Bis 1969 nahm er bei Walter Arnold
eine Aspirantur wahr und arbeitete 1969–1975 als dessen
Assistent. Seit 1976 ist Kuntsche freischaffend als Bildhauer
tätig. 1980, 1984 und 1986 war er Teilnehmer und Preisträger
der Internationalen Symposien für Medaillenkunst und
Kleinplastik in Nyiregyháza (Ungarn), wurde 1987 mit
dem Grand Prix für Plastik der VIII. Internationalen
Biennale des Humors und der Satire in Grabovo (Bulgarien)
ausgezeichnet und gewann 1988 den ersten nationalen Medaillenwettbewerb
in der DDR zum Thema »Natur und Umwelt«. 1989
gewann Kuntsche den »Bürgerpreis« der IV.
Triennale für Kleinplastik in Fellbach.
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Anna-Franziska
Schwarzbach, „Heinrich IV.“ / „Zweiter
Entwurf“,
Lauchhammerguss, hauchdünnes Eisen
geb. 1949 in Rittersgrün (Erzgebirge), tätig in
Berlin
Anna Franziska Schwarzbach studierte nach einer Lehre zur
Rinderzüchterin von 1968–1973 an der Kunsthochschule
Berlin-Weißensee Architektur bei Selman Selmanagic und
übte den Beruf der Architektin bis 1975 aus. Seit 1977
ist sie als freischaffende Bildhauerin in Berlin tätig.
Sie gilt als Initiatorin der Erneuerung des deutschen Eisenkunstgusses.
Die Künstlerin sieht in der Medaille die Herausforderung,
Disziplin zu wahren und trotzdem dem künstlerischen Gestalten
freien Lauf zu lassen. Ein Thema erarbeitet sie sich meist
in verschiedenen Ausführungen.
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Helmut
Zobl „20.Deutscher Numismatikertag“ Nürnberg
2007
geb. 1941 in Schwarzbach (Österreich), tätig in
Wien
Helmut Zobl besuchte die Kunstgewerbeschule in Steyr und studierte
von 1960 – 1965 an der Akademie der Bildenden Künste
in Wien. 1961 nahm er an der Internationalen Sommerakademie
in Salzburg bei Oskar Kokoschka teil. Von 1967–1970
war Zobl als Assistent bei Ferdinand Welz an der Meisterschule
für Medaillenkunst tätig. Seit 1969 setzt sich der
Künstler intensiv mit der Prägekunst auseinander.
Von 1974–1980 gestaltete er österreichische Münzen,
1996 beteiligte er sich am internationalen Wettbewerb für
die Euro-Münzen. Im Jahr 1993 erhielt er den 1. Preis
bei der Medaillenquadriennale in Kremnica (Slowakei). 1999
wurde ihm der Titel eines Professors verliehen.
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